Wenn ich das Paradies beschreiben müsste dann ist es der Ort, an dem der stahlblaue Himmel das türkisblaue Meer küsst und dieses einmalige Szenario vom weißen Sand, dem saftigen Grün der Natur und den einzigartigen Felsformationen umrahmt wird.

An Ishigaki bewegt mich das Pure und Unberührte. Das, was nur noch wenige Orte auf dieser Welt aufweisen.
Ishigaki ist noch nicht überlaufen von Touristen und eher von Japanern und Reisenden anderer asiatischer Länder besucht. Für uns Europäer ist es eher noch ein unentdecktes Fleckchen Erde. Die Menschen auf Ishigaki sind glücklich und zufrieden, bescheiden und freundlich und geben ihr Bestes, um die Freude an dem Paradies, in dem sie leben, mit den Besuchern ihrer Insel zu teilen.

Anreise
Ishigaki ist die südlichste Stadt Japans, rund 2000 km von Tokio entfernt und gehört zur Inselgruppe Okinawa. Hier auf der gleichnamigen Insel Ishigaki leben fast 50.000 Menschen.
Mit dem Flugzeug fliegt man direkt von Tokios Flughäfen Haneda und Narita zum Flughafen New Ishigaki. Der Flug dauert ca. 3 Stunden und empfehlenswerte Airlines sind ANA oder Peach.
Wer ein paar entspannte Tage auf Ishigaki an seinen Japan-Urlaub dranhängen möchte, der kann schauen, ober er direkt von dort über Hong-Kong oder Taipeh zurück nach Hause fliegt.
Wissenswert
Die perfekten Reisezeiten sind der Frühling zwischen Ende März bis Mai und der Herbst von Ende September bis Anfang Dezember – dann ist es wunderschön warm, aber nicht zu heiß.
Auf Ishigaki bezahlt man, so wie auch auf dem japanischen Festland mit Yen. 1000 Yen entsprechen ca. 6 Euro. Zwar kann man hier und da mit Kreditkarte zahlen, doch ein kleiner Vorrat an Bargeld ist empfehlenswert.
Hier auf der Insel herrscht Linksverkehr. Wer in Japan Auto fahren will, muss den ausländischen Führerschein ins Japanische übersetzen lassen, das geht online bei der Japan Automobile Federation.

Natur pur

Die Insel ist vielfältig und bietet Mangrovenwälder zum Kajaken, kleine Wasserfälle und jede Menge zauberhafte Tauch- und Schnorchelspots.
Auch die Unterwasserwelt ist bunt und vielfältig. Man sollte nur nicht erschrecken, wenn mal eine Gelblippen-Seeschlange beim Schnorcheln den Weg kreuzt. Diese giftigen Seeschlangen wollen nicht angreifen, wenn sie aus den dunklen Felsspalten nach oben schwimmen, sondern einfach nur etwas Luft schnappen. Daher ruhig bleiben und nicht erschrecken, dann geht auch alles gut.

Berge und Meer
Die Korallen auf Ishigaki sind verglichen mit den Seychellen und Malediven noch weitaus bunter.
Hier zwischen Pazifik und Ostchinesischem Meer ziehen auch riesige Mantas ihre Kreise und hinterlassen sowohl Taucher als auch Schnorchelnde staunend und fasziniert.

Besonders in den Sommermonaten ist es rund um die Kabira-Bucht und den Sukuji-Strand sehr wahrscheinlich, diese besonderen Meeresbewohner bei den Tauchgängen und Schnorchelausflügen zu sehen.
Zwei hohe Berge erheben sich inmitten der Insel und ihre Gipfel sind leicht zu erklimmen. Vom 500 Meter hohen Berg Omoto schaut man direkt auf den Yonehara-Strand im Norden der Insel. Der Aufstieg dauert 1 bis 1 1/2 Stunden und lohnt sich, denn von hier oben hat man einen atemberaubenden Blick über die Insel, das Meer mit den Korallenriffen und auf die anderen Inseln.
Der Berg Nosoko, ein weiterer, etwas kleinerer Berg findet sich auf der Halbinsel Hirakubo im Nordosten. Von seinem Gipfel kann man die Halbinsel Hirakubo und die Westküste überblicken – wirklich sehenswert!
Wundervoll ist auch die zauberhafte Hirakubo-Halbinsel im Nordosten. Hier gibt es herrliche Strände und eindrucksvolle Wanderwege. Ein Strand auf Ishigaki ist schöner als der andere und erstreckt sich über viele Kilometer.
Strandzeit

Besonders bezaubernd und berühmt für seine Sonnenuntergänge ist der Fusaki-Strand, westlich der Stadt Ishigaki.
Der Sukuji-Strand ist ebenfalls sehr beliebt, gerade auch wegen des flachen Wassers. Er befindet sich im Nordwesten der Insel in einer großen Bucht, die von Bäumen umrahmt ist. Wie am Fusaki-Strand gibt es hier ein Netz, um im Sommer die Quallen fernzuhalten.


Der Yonehara-Strand befindet sich an der Nordküste der Insel. In seiner Nähe gibt es einen Campingplatz und der Strand ist voller Leben und Treiben. Hier kann man auch hervorragend schnorcheln und tauchen. Allerdings gibt es hier anders als an den anderen Stränden keine Quallenschutznetze und auch keine Rettungsschwimmer, sowie hin und wieder starke Strömungen.
Wer auch die Inselwelt rund um Ishigaki entdecken möchte: Von Ishigaki Stadt starten Fähren nach Taketomi und Iriomote.
Taketomi verzaubert mit Stränden und einem Freilichtmuseum traditioneller Architektur aus Steinmauern und ziegelgedeckten Häusern. Auf Iriomote gibt es neben saftiger Natur auch einen Wasserfall zu bestaunen.
Unterkunft

Der Club Med Kabira Ishigaki bietet das perfekte Setting, um so richtig zu entspannen.

Der Club ist auch der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge. Von hier ist man in nur 30 Minuten in den Mangrovenwäldern, 15 Minuten am bekannten Blue Cave Schnorchelparadies und mit dem Tauchboot in wenigen Minuten am Manta-Spot. Auch andere Wassersportarten wie Stand-Up-Paddle, Kajaken oder Windsurfen werden hier angeboten und das stille, türkisfarbene Meer vor der Anlage eignet sich hervorragend dafür.


Sehenswert
In der Bucht Kabira-Wan und rundherum befindet sich der touristische Kern der Insel.
Viele Glasbodenboote starten hier ihre Tour und geben kleinen Kindern oder älteren Reisenden, die keine Tauch- oder Schnorchelfans sind, die Möglichkeit, Meeresschildkröten, Korallen, Muscheln und bunte Fische zu bestaunen.
Hier gibt es auch ein großes Perlengeschäft, in dem man landestypischen Schmuck kaufen kann, sowie zahlreiche Souvenirläden. Auch ein kleiner Park mit Observation Deck befindet sich hier.
Bluezone Okinawa
Die japanische Präfektur Okinawa besteht aus mehr als 160 Inseln zwischen Taiwan und dem japanischen Festland. Sie ist für ihr warmes Klima, ihre weißen Strände, besonderen Gesteinsformationen und farbenfrohen Korallenriffe bekannt.
Nicht alle Inseln sind bewohnt und auf einigen mag man weder Besucher noch Touristen.
Besonders ist auf jeden Fall, dass Okinawa zu den 5 Blue Zones dieser Erde gehört. Hier gibt es weniger Krebs, Herzleiden und Demenz und Frauen werden hier älter als an allen anderen Orten dieser Welt.
Und wie sagte eine Freundin so schön: Diese Frauen tauchen und schnorcheln aber sicher nicht mit giftigen Wasserschlangen. 😉
